Editorial "Tod"
In mittelalterlichen Darstellungen wird der Tod oft als Sensemann (Schnitter, in Kapuzenmantel verhüllt als Tod) dargestellt. Scheinbar triumphierend zieht er durch die Menschheit und schneidet mit seiner Sense das Gras. Er ist unbesiegbar; er holt jeden einmal ein. Der Tod wird von uns Menschen als letzte, endgültige Grenze erlebt. Ist das der Grund, warum viele den Tod und alles, was an ihn erinnert, zu verdrängen suchen? Ist es das Wissen um das Unvermeidbare, das Angst macht; Angst vor dem Nichts oder vor einem Gericht? |