Training macht vieles möglich. Jeder erwartet selbstverständlich, dass Sportler mit viel Training bessere Leistungen erbringen können. Leider gilt diese Gesetzmässigkeit nicht nur im Positiven, sondern auch im Negativen. Unser Gewissen hält uns vor gewissen Tätigkeiten zurück, und warnt uns davor. Mit unserem Verstand steht jeder immer wieder in der Gefahr diese Warnungen zu relativieren. Das heisst, man denkt, dass eine kleine Abweichung von dem was man als richtig erkennt, nicht so schlimm ist. Mit der Zeit besteht die Gefahr, dass diese Abweichung zur Regel wird und die nächste schlimmere Stufe als Versuchung hervortritt. Mit der gleichen Relativierung wird auch hier mitgemacht, und mit der Zeit kann es normal werden. Diese Rutschbahn endet erst dort, wo wir an eine absolute Grenze stossen, welche für uns wichtig ist. Dies kann eine Beziehung, die Arbeitsstelle oder das Ansehen sein, welches wir nicht verlieren wollen. Die beste absolute Grenze ist eine Beziehung mit Gott und das Erkennen, was er für gut und was er für schlecht erklärt in der Bibel. Interessanterweise wird ein Verhalten nach diesem Massstab von den meisten als gut empfunden Doch wird dieser Masstab oft als zu eng kritisiert, weil er die eigenen Abweichungen dazu aufdeckt. Es stellt sich dann die Frage, ob man nicht bereits zu weit gegangen ist mit dem Relativieren der eigenen Masstäbe und eine Korrektur fällig ist. |