Hopenet.ch: Wie können wir einen tiefen Verlust überwinden?

LIVE CHAT

angst - einsamkeit - probleme - unsicherheiten - krisen-

über chat oder mail möchten dir christen anhand der bibel und ihren eigenen erfahrungen begegnen

VERLUST

von Werner Kniesel
Verlusterfahrungen begegnen uns immer wieder auf unserem Lebensweg. Der dadurch verursachte Schmerz und Stress legt sich wie Schatten auf unser Dasein. Doch, ist Schatten nicht auch der Beweis der Existenz von Licht, und erscheint dadurch Licht nicht noch heller? Aus der Musikwelt wissen wir, dass erst das Miteinander von Moll- und Dur-Tönen, die volle Klangschönheit hervorbringt. So ist es auch in unserem Leben. Die fröhlichen, leichten Lebensharmonien gehören genauso zu uns wie die Moll-Klänge. Erst beides zusammen gibt unserem Leben Tiefe, lässt uns reifen, dankbar und barmherzig werden.

Verlust durch Tod, Gesundheit, Jugend, Arbeit, Besitz?

Tod steht sicherlich an erster Stelle. Er trifft uns alle ohne Ausnahme. Wenn der Ehepartner oder ein Kind stirbt, ist das ein unwiederbringlicher Verlust. Das Erwachen über dieser Realität und der Blick in die Zukunft scheint ein unüberwindbarer Berg. Hinzu kommt noch das veränderte Verhalten der Mitmenschen, sobald die erste Welle der Anteilnahme vorbei ist. Der Zurückgebliebene steht vor tausend neuen Fragen. Alle Entscheidungen müssen nun allein getroffen werden und Träume und Pläne zerbrechen. Es ist verständlich, dass solch eine Umstellung Trauer, Schmerz und Zweifel mit sich bringt. Manche trifft solch eine Verlusterfahrung derart hart, dass sie daran zerbrechen.

Auch der Verlust unserer Gesundheit oder unseres Wohlergehens trifft schwer. Der Zustand, gesund zu sein, nimmt man einfach als selbstverständlich ? bis er zu bröckeln beginnt. Wie viele Menschen gibt es, deren Zukunftspläne durch schwere Krankheit oder Unfall durchkreuzt wurden. Lebensumstände können sich derart ändern, dass der Betroffene sich als fremd erlebt. Bei manchen lässt auch das Bewusstsein, älter zu werden, nicht mehr so attraktiv, fit und leistungsfähig zu sein, ein Gefühl des Verlusts entstehen ? Verlust der Jugend.

Materielle Verluste haben auch Leid und Not zur Folge. Wie schnell ist doch Vermögen verspekuliert, veruntreut oder verspielt. Und wenn der Verlust des Wohlstands damit einhergeht, vielleicht durch den Verlust der Arbeitsstelle, dann werden die Lebensumstände oft so schwierig, dass Dauerstress entsteht. Der Betroffene brennt aus ? Burnout ? und geht langsam kaputt ? Dekompensation.

Es gibt kaum einen Lebensbereich, wo nicht Verlusterfahrungen drohen: Heimatverlust durch Krieg und Verfolgung, Trennung von den Eltern und damit Verlust der Orientierung und Geborgenheit, forcierter Umzug in ein neues Umfeld und Verlust des Vertrauten.

Dazu kommen noch Verlustängste, unrealistische Verluste. Immer wieder leiden Menschen an einem Verlust, der noch gar nicht eingetroffen ist ? besonders nach einer realen Verlusterfahrung. Ihre Gedanken sind derart mit Verlustbildern beherrscht, dass für sie kein Unterschied mehr besteht zwischen Realität und Phantasie (Befürchtung, krank zu werden, die Arbeitsstelle zu verlieren etc.).

Richtige Verlustverarbeitung

In Krisenphasen von Trauer und Leid sind viele Worte nicht am Platz, sondern Mit-Leiden und Mit-Trauern, - aber auch Mit-Freuen; wie immer es der inneren Stimmung entspricht. Es gilt für den Betroffenen da zu sein, Zeit und Empathie aufzubringen. Die Zeit der Trauer ist wichtig. Es hilft wahrzunehmen, wer oder was wertvoll ist, was in uns vor sich geht und es hilft, den Erfahrungen Sinn zu geben. Die Länge der Trauer ist unterschiedlich; Geduld ist gefragt ? auch mit sich selber. Trauer darf aber nicht zum Dauerzustand werden. Trauer muss ein Ende finden. Nachdem wir den Verlust angeschaut, angenommen, durchlebt haben, dürfen / sollen wir das Verlorene in Gottes Hände loslassen, alles ihm übergeben. Als Christ weiss ich, Jesus Christus hört und sieht mich in meiner Bedürftigkeit. Er ist immer und in allem bei mir. So wächst Mut, Vertrauen, Hoffnung und der Wille, auf dem Lebensweg weiter zu gehen. Wo eine Lücke, ein Verlust entstanden ist, ist Platz für Neues. Krise ist zugleich auch Chance, vielleicht die Chance, neue Wertmaßstäbe zu setzen, neue Lebensinhalte zu finden, die nicht vom Zeitlichen abhängig sind.

Alle Dinge müssen zum Besten beitragen, denen die Gott lieben (Römer 8,28)

Wenn ein Mensch in seiner dunkelsten Nacht an der Hoffnung festhält, dass alles ihm zum Besten dienen muss, dann kann er gelassen bleiben. Die Gewissheit, dass Gott alle Fäden in der Hand hält, lässt den Betroffenen auch im Sturm ruhen. Gelassen können wir dann unsere Hände öffnen, mit denen wir so krampfhaft an einem Menschen oder einer Sache festgehalten haben. Und Neues kann man erst empfangen, wenn losgelassen wurde. Solange wir verkrampft unsere Finger um das Verlorene halten, bleibt es dunkel; aber wenn wir unseren Ballast dem himmlischen Vater übergeben, dann kann er als Schöpfer und Erhalter handeln. Er allein kann Umstände und Menschen verändern, so dass unser Leben wieder unter neue Vorzeichen kommen: Moll zu Dur wird.

Um Loslassen zu können, brauchen wir Sicherheit, - nicht in äusseren Dingen -, sondern in der Liebe Gottes. Mit Jesus an unserer Seite dürfen wir lernen, unabhängiger von Menschen, Wünschen und Dingen ? und mir selber ? zu werden. Das ist göttliche Freiheit. Rückwirkend betrachtet, können so die grössten Tiefpunkte im Leben die positivsten Veränderungen bewirken; Neues, das wir nicht mehr missen möchten.

Ein Mensch, der sein Leben Jesus Christus anvertraut hat, weiss sich von seinem Schöpfer geführt ? auch wenn der schlimmste Feind, der Tod ihm begegnet. Er bekommt die Gewissheit geschenkt, dass der Tod zwar das Ende unseres irdischen Lebens bedeutet, aber auch den Übergang darstellt in ein ewiges Leben bei Gott.

Haben sie diese innere Überzeugung? Wenn nicht, bitten Sie Jesus Christus in Ihr Leben zu kommen, und Neues werden zu lassen.

Site weitersenden
Webdesign & CMS by INM AG


Themenübersicht:
Angst |  Autoritäten |  Beziehungen |  Bibel |  Bund |  Busse |  Christ |  Das Unsichtbare |  Die Saat geht auf |  Ehe |  Ehrlichkeit |  Freiheit |  Frieden |  Gebet |  Geld |  Gerechtigkeit |  Glaube |  Glauben |  Glück |  Gnade |  Gott |  Gott ja aber Jesus |  Heiliger Geist |  Hoffnung |  Ich habe keine Zeit |  Kirche |  Konflikte |  Lebenssinn |  Leid |  Liebe |  Meinungsmacher |  Pfingsten-Hoffnung |  Religion |  Scheidung |  Schicksal |  Schuld |  Selbstwert |  Sterben |  Stress |  Tod |  Toleranz |  Tradition |  Treue |  Verführte Menschen |  Verlorene Werte |  Verlust |  Wahrheit |  Was geschieht nach dem Tod? |  Weihnachten |  Wiedergeburt |  Worte |  Zeit |