| Unterschied von der Liebe Gottes in der Bibel und im Koran |
Institut für Islamfragen: Der Begriff der "Liebe Gottes" in der Bibel und im Koran
Von Dr. Fritz Goerling (USA)
Muslime und Nicht-Muslime stimmen darin überein, dass der Koran an keiner Stelle davon spricht, dass Allah die Menschen bedingungslos liebt. Seine Liebe ist an Bedingungen geknüpft. Die Liebe Allahs im Koran ist stets gleichbedeutend mit Billigung oder Wertschätzung derer, die Gutes tun und ihm gehorchen.
Vom christlichen Standpunkt ist es aufschlussreich, zu sehen, wer diejenigen sind, die Allah nicht "liebt" (schätzt, akzeptiert): die Gottlosen (Sure 28,77), die Ungläubigen (30.45), die Frevler (42,40), die Stolzen (57,23), die Geizigen (4,37), die Verschwender (6.141), die Verräter (8,58)
Aus diesem und anderen Textstellen im Koran ist ersichtlich, dass "Sünder" von der "Liebe" Allahs ausgeschlossen sind.
Im Gegensatz dazu liebt der Gott der Bibel die ganze Welt, d.h. nicht nur die Gottesfürchtigen, sondern auch die Gottlosen und Sünder. Jesus stellte ausdrücklich fest. "Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten". (Markus Evangelium, Kapitel 2, Vers 17) Der Grund hierfür liegt in Gottes agape, in seiner Retterliebe. Agape schliesst von Natur aus Sündenvergebung mit ein; sie verändert grundlegend jede rechtlich-juristische Vorstellung der Beziehung zwischen Gott und den Menschen.
Die "Liebe" von der im Koran die Rede ist, ist "Billigung, Wertschätzung, Gutheissung", die dann eintritt, wenn der Mensch sich wohlverhält. Allahs "Liebe" ist weit von der agape Liebe des Vaters in Jesus Christus entfernt. Sie kann nicht mit Retterliebe, der Liebe gleichgesetzt werden, die auch Sündern gilt. |
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