Hopenet.ch: Autorität und Gehorsam sind ein Gespann, welches einen grossen Einfluss auf unser Leben hat.

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AUTORITÄTEN

von Werner Kniesel
Das Lexikon definiert Autorität als der auf Leistung oder Tradition beruhende, massgebende Einfluss einer Person oder Institution und das daraus erwachsende Ansehen. Eine einflussreiche, massgebende Persönlichkeit von hohem Ansehen. Je nach Weltbild kann diese Definition zu verschiedenen Resultaten führen. Die Weltbilder, die das Gute und/oder Göttliche im Menschen sehen oder den säkularen Materialismus als Grundlage haben, siedeln letzte Autorität beim Menschen an. Die Weltbilder, die Gott als höchste Autorität anerkennen, verstehen ihre Machtstellung als delegierte Autorität. Das Verb "autorisieren" definiert sich ja als die durch Autorität gewährte Freiheit und übertragene Verantwortung.

Ein wichtiger Unterschied, denn jede Autorität, die letzte Verantwortung beim Menschen sieht, bringt Unmenschlichkeit hervor. Der Mensch ist aus sich heraus nicht fähig, dem Gebot der Liebe nachzukommen. Nur wenn Autorität von Gott kommt, ist sie objektiv und wahrhaft menschlich, denn er ist der Autor der Autorität und der Schöpfer des Menschen. Was Gott damit meint, sehen wir im Leben seines Sohnes, Jesus Christus. Sein Leben war auf Unterordnung und Autorität gegründet. Jesus nahm für sich nicht in Anspruch Herr zu sein, sondern nutzte seine Herrschaft, um andere zu befreien. Er liess sich Meister nennen, verhalf aber andern, die Freiheit zu meistern. Jesu Autorität war die eines Dieners.

Merkmale echter Autorität

Egal ob es sich um Autorität in Familie, Gesellschaft oder in Unternehmen handelt, anhand einiger Merkmale erkennt man die Funktion von wahrer Autorität. Einige wichtige sind:

  • In der Wahrheit sein; sich der Aufrichtigkeit, Verlässlichkeit und Treue verpflichtet wissen. Gott ist Wahrheit, und in der Begegnung mit ihm kommt auch unser Leben in dieses Licht. Gottes Wort bestätigt, dass Wahrheit frei macht, frei, um sich der Autorität Gottes zu unterordnen und in allen Dingen ihm zu vertrauen. Wo Unwahrheit, Lüge sich ausbreitet, entsteht Manipulation, Ausbeutung und Abhängigkeit.

  • Die Fähigkeit den Nächsten zu lieben, ihn zu achten, respektieren und einfühlsam zu sein. In dieser Haltung gehe ich mit dem Andern so um, wie ich mir wünsche, dass mit mir umgegangen würde. Liebe drückt sich nicht an den wunden Punkten des Nächsten vorbei, sondern bringt sie in der richtigen Herzenshaltung zur Sprache. Wo diese Liebesgrundlage fehlt, findet man Zwang, Indoktrination und Brutalität.

  • Vertrauen, d.h. Gewissheit, die auf äussere Beweise verzichten kann. Übereinstimmung allein durch Normen und Regeln reichen nicht. Vertrauen setzt Transparenz und Wahrhaftigkeit voraus. Vertrauen hat zur Folge, dass wir einander auch etwas zutrauen, gegenseitig Dinge anvertrauen.

  • Informationsbereitschaft, Dialogfähigkeit: Die Bereitschaft und Fähigkeit zum Sprechen und Zuhören. Autorität wird im Dialog ausgeführt. Dadurch entsteht Sinn für Gemeinsamkeiten, und diese ist nötig, um zielgerichtet Handeln zu können.

  • Verantwortungsbewusstsein: Der Träger echter Autorität weiss sich verantwortlich für die Entwicklung und Reifung der Menschen, die ihm anvertraut sind. Persönlichkeiten entstehen nicht von selbst, auch nicht im unbegrenzten, autoritätsfreien Raum (antiautoritäre Erziehung), sondern unter Führung einer Persönlichkeit, die sich für sein Tun und Verhalten selber einer höheren Instanz verantwortlich weiss und Rechenschaft ablegt.

    Wer Autorität richtig versteht, hat auch kein Bedürfnis, sich selber immer ins Rampenlicht zu bringen, sondern versucht, durch Delegieren mehr und mehr das eigene Volumen abzubauen. In dieser Haltung kann er auch rechtzeitig von der eigenen Autoritäts-Stellung zurücktreten, um diese an die nachfolgende Generation weiter zu reichen.

    Gott befähigt den Menschen zur echten Autorität

    Quelle von Autorität ist der Schöpfer aller Dinge, Gott. Wir als Träger delegierter Autorität erwerben daher nur dann Legitimation, wenn wir uns dieser Quelle verbunden und verpflichtet wissen. In der lebendigen Beziehung mit Gott lernen wir auch was Wahrheit, Liebe, Vertrauen, Zwiesprache etc. ist, und wie wir diese als Verantwortungsträger anzuwenden haben. Jesus Christus verkörperte diese Werte. Die wichtigste Frage, die sich deshalb stellt, ist: Wie können wir in diese lebendige Beziehung finden? Die Bibel gibt uns Antwort. Der Weg zu Gott führt allein über Jesus Christus. Die höchste Autorität - Gott -, Vater zu nennen, kann nur der Mensch, der Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi als Gottes Heilsplan für die Menschheit und für sich persönlich bejaht. Er weiss dann: Es gibt nur einen Mittler zwischen Gott und Mensch, der Mensch gewordene Sohn Gottes, Jesus Christus (1.Timotheus 2,5).

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