Das Jahr 2003 wurde von Kirchen und Bibelgesellschaften der Schweiz und Deutschlands zum "Jahr der Bibel" ausgerufen - und übrigens von der Deutschen Post mit einer Sonderbriefmarke begleitet. Obwohl die Bibel das weltweit am meisten verbreitete und übersetzte Buch ist, soll sie in den modernen Medien wie Radio, Fernsehen, Presse und Internet zum Thema sein, wie entscheidend wichtig dieses Buch für den Menschen von heute ist.
Warum? In der Bibel richtet sich die Stimme Gottes an alle Menschen. Würde Gott schweigen, wäre es eiskalt auf dieser Erde. Nun hat Gott aber geredet! Im Prolog zum Hebräerbrief heisst es: "Gott hat vielfach und auf vielerlei Weise geredet!" Kann man denn auf die Wunder der Natur blicken und sich nicht fragen, wer dies geschaffen hat?! Bitte, wenn es am Anfang wie Wissenschaftler sagen urgeknallt hat, woraus denn all die Wunder hervorgegangen seien, dann müsste ja jemand geknallt haben. Die Schöpfung ist nicht Gott, aber, obwohl durch den Fall des Menschen auch ein Riss durch sie geht, ist sie ein gewaltiges Konzert der Stimme Gottes. Jetzt aber wollen wir vom geschriebenen Wort Gottes, dem mächtigen Liebesbrief Gottes an alle Menschen, reden.
Ob der nötig ist? Und wie! Der heute meistgelesene Sachbuchautor Peter Scholl-Latour zitierte als Blitzlicht zur heutigen Situation Friedrich Nietsche: "Die Bestie Mensch im 20. Jahrhundert." Nichts neues. Schon ein altes lateinisches Sprichwort heisst: "Homo homini lupus - Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf." Wieviel mehr vor Gott! Die scharfe Diagnose der Heiligen Schrift lautet schon auf Seite 10: "Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf." Um das zu belegen, muss kein Pfarrer auf die Kanzel, und Udo Jürgens bräuchte nicht zu lästern: "Es lebe das Laster!" Es lebt - in unserer Blutbahn. Das ist doch auch unser ehrlicher Ruf, wie ihn Paulus sagt: "Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe?"
Die Bibel zeigt uns die einzige Lösung, denn Paulus fährt fort: "Dank sei Gott, durch Jesus Christus, unseren Herrn!" Damit wir wissen, wovon wir reden: "Es gibt eben zwei Lebensausgänge: Bei Christus im Himmel zu sein oder in der Hölle, der totalen Gottesferne, der ewigen Angst. Es gibt Schlimmeres als den Tod! Lohnt es sich also, auf das Wort Gottes zu hören? Ja, es lohnt sich. Schon um des Himmels willen." (Helmut Mathies) Die Heilige Schrift gibt uns nicht nur ein gewaltiges Panorama der Persönlichkeit Gott Vaters, sondern sie konzentriert sich auf die Rettung durch das Leiden und Sterben des Sohnes Gottes für unsere Schuld. Das ist die zentrale Botschaft der Bibel. Das müssen Sie lesen! Marion Gräfin Doenhoff, die grosse Alte Dame des deutschen Journalismus zitiert tief betroffen vom moralischen Absinken der heutigen Gesellschaft am Ende ihrer Schriften die Bibel: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein!" Dann aber vergass sie den zweiten, noch wichtigeren Teil dieses biblischen Satzes von Mose und Jesus:"...sondern von einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes geht."
Ich möchte Ihnen noch zwei wichtige Tipps zum Umgang mit der Bibel geben: Sie haben jetzt eine Reihe von Argumenten für die göttliche Inspiration der Bibel gehört. Aber der Theologe Helmut Thielicke sagt einmal: "Argumente allein schaffen kaum Vertrauen zur Bibel. Probieren Sie es einfach mal mit Gott aus. Lesen Sie mal das Neue Testament und lassen Sie sich wie in einem Experiment auf Christus ein. Gott wird dann antworten." Jesus sagt es so: "Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich von mir selbst aus rede." Ich bitte Sie, befolgen Sie mal eine Anweisung Jesu - und Sie werden erfahren, dass Gott lebt.
Und noch etwas anderes: Die Bibel lesen genügt in der Regel nicht. Paulus sagt es so klar und eindrücklich. "Wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden!" Dazu aber muss man das Wort Gottes nicht nur lesen, sondern von gottgesandten Predigern hören. Denn: "Der Glaube kommt aus der Predigt!" Gehen Sie am Sonntag unter eine glaubensstarke Verkündigung und schauen Sie einmal, was dann geschieht!
Der Segen geht aber noch weit über die Rettung hinaus. Das Sterben Jesu bürgt für die Rettung vor der Hölle. Die Auferstehung Jesu nicht nur für den Himmel, sondern für ein neues Leben. So wird das Wort Gottes Ihnen zum Regen in der Dürre, zur lautere Milch, zur festen Speise, wird Ihnen süsser als Honig und wertvoller als Gold. Im Natürlichen muss man allerdings dazu melken, backen, imken und graben. Öffnen sich dem Wort Gottes, und Sie werden das Wort Jesu an die Emmaus-Jünger selbst erleben: "Da öffnete er ihnen das Verständnis, sodass sie die Schrift verstanden." Es wird für Sie von ungeahntem Segen sein!